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Freitag, 8. Februar 2013

Von Freundschaft, Ungerechtigkeiten und Selbstreflexion...


Freunde können sehr verschieden sein. Oder zeichnet sich Freundschaft immer in der Summe der Gemeinsamkeiten aus?  Verlasse ich einen Freund gleich, wenn er nicht so ist wie ich es vielleicht verstehen kann? Wann verlasse ich oder ziehe mich zurück aus einer freundschaftlichen Beziehung? 
2012 hatte ich viele Herausforderungen zu bewältigen, vor allem was das Thema Freundschaft betrifft. Ich habe mich mehr als einmal gefragt, ob ich richtig bin, so wie ich bin. Daran habe ich dann auch wieder gezweifelt, denn eigentlich möchte man ja anderen nicht die Macht geben Selbstzweifel auszulösen. Aber doch tut man das. 
Ich weiß, ohne es zu bewerten, von mir selbst, ich bin kein besonders einfacher Mensch. Nun, wer ist das schon? Aber ich denke es gibt schon Menschen, die machen es ihren Mitmenschen leicht. Sie haben die Gabe sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen, nicht zu allem ihren Senf dazu geben zu müssen oder anderen einen Spiegel vor zu halten. Ich gehöre nicht zu diesen Menschen. Manchmal bedauere ich das, manchmal bin ich froh darüber.  Ich bin sehr oft schmerzlich ehrlich, auch wenn man mich nicht direkt danach fragt. Ich diskutiere gern, stelle mich gern geistigen Herausforderungen und gehe Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg. So würde ich es erklären. Jemand der mich nicht mag könnte aber auch sagen: Ich bin neunmalklug, maßregelnd und arrogant. Diese Menschen verstehen mich nicht und ich sie nicht. Also trennen wir uns... Ich gehe sehr kritisch mit mir selbst um und erwarte das auch oft von meinen Mitmenschen. Nicht immer ist das fair. Ich bin nicht immer fair. Und ich behaupte, niemand ist immer fair. Ich habe in diesem Jahr Menschen kennengelernt, die meine Art zu sein nicht mochten. Mir geht das auch so, manchmal lerne ich Menschen kennen und stelle nach einer Zeit fest, dass der Funke nicht überspringt. Manchmal ist es aber auch so, dass man jemanden über Jahre kennt, mag und schätzt aber dann ändert sich etwas. Irgendetwas. Nicht immer ist jemand Schuld daran, nicht immer lassen sich Wogen wieder glätten. 
Aber was ist dann der richtige Weg? Das Gespräch suchen? Anrufen? Nichts sagen und sich nicht mehr melden? Es "ausschleichen" lassen? Einen Brief oder eine Mail schreiben? 
Wisst ihr, ich finde es gibt keine Pauschalmoral. Manchmal haben geschriebene Zeilen einen besseren Klang, sind ehrlicher und auch endgültiger. Manchmal ist genau das Gegenteil der Fall. Ein geschriebenes Wort, lässt sich nicht so schnell zurück nehmen, deswegen sollte es gut durchdacht sein. Es gibt aber aus Situationen in denen ein Gespräch den erwünschten Erfolg bringt...
Aber leider wissen wir nie vorher was der richtige Weg ist. 
Wir täuschen uns. In Menschen genauso wie in Dingen die wir tun. 
Es bleibt aber immer bei uns selbst, welchen Weg wir annehmen, welchen Schuh wir uns anziehen lassen. 
Ich bin nicht der Typ der die andere Wange hinhält und ich finde auch nicht das man immer vergeben muss um mit einer Sache abzuschließen. Es gibt Türen die habe ich zu gemacht und die würde ich im Leben nicht wieder öffnen. Allerdings muss ich zugeben, dass man sich sowas sehr gut überlegen sollte...
Dann gibt es aber auch Türen, die habe ich zwar zugemacht, aber wenn man die Klinke runterdrückt, gehen sie auf. 

Ich bin gerne Freundin, ungern bin ich Bekannte...das liegt mir einfach nicht. Klar, manchmal ist man es trotzdem, auch ich und das ist dann auch okay. Aber ich bin Menschen lieber nah, ich bin gerne ehrlich und ich versuche zu verstehen was in Menschen vorgeht. Deswegen diskutiere ich auch so gern, denn dann kann ich gut in die Seele eines Menschen schauen...das mag jeder anders empfinden. 
Mittlerweile habe ich oft Angst ehrlich zu sein, ich versuche sehr mich zurück zu nehmen, denn ich habe gelernt dass es nicht immer angebracht ist. 
Aber ich habe auch gelernt, dass man es nicht jedem recht machen kann und das man sich, egal wie viel Mühe man sich gibt, nicht immer vor Ungerechtigkeit schützen kann, vor der eigenen nicht und schon gar nicht vor der Ungerechtigkeit anderer. 


Wie ist das bei euch? Wie geht ihr mit diesen Dingen um? Mit Ungerechtigkeiten, mit Selbstreflexion und mit Freundschaft? 


Eure 

Astrid

..die heute viel nachgedacht hat :-) 

Kommentare:

  1. Liebe Astrid,

    ja! Du schreibst mir aus der Seele. Mir kommen deine Gedankengaenge bekannt vor. Ich wirke teils auf Menschen aehnlich. Und deswegen habe ich weniger Bekannte. Freunde wissen mit mir umzugehen, mich zu nehmen. Fremde eben nicht. Und heutzutage *mit Krückstock wedel* nehmen sich Menschen auch keine Zeit, um andere Menschen wirklich kennenzulernen, hinter die Fassade zu schauen und so weiter. Viele machen sich ein Bild und dann war es das. Abgehakt. Aber um ehrlich zu sein, ich bin oft genug auch so. Aber es gibt auch wenige Menschen, die mich dann doch überraschen.

    Nun ja.. auslaufen lassen kann man jedenfalls nichts, was mal ernst war. Oder? In unserem Alter? Und das geschriebene Wort steht, das bleibt und kann nicht gelöscht werden. Auch das hast du richtig beschrieben... Es war erfrischend, mal einen solchen Text und solche Gedanken zu lesen - vielen Dank dafür! :)

    Liebe Grüße
    Tanja

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  2. Liebe Astrid,

    ich denke nicht das man jeden mögen muß und mit jedem auskommen muß. Aber manchmal ist es wohl besser seine Meinung zu behalten um andere nicht zu verletzen.
    Je älter ich werde, desto mehr "Fehler" sehe ich bei anderen und das hält mich dann davon ab nähere Kontakte einzugehen. Ich selbst bin beileibe auch nicht fehlerfrei, ich bin viel zu impulsiv und rege mich schnell auf. Andererseits bin ich harmoniesüchtig und schlucke deshalb auch vieles, was dann aber in mir gärt. Und irgendwann wird es dann zuviel und ich explodiere bei Kleinigkeiten, was dann bei meinem Gegenüber auf Unverständnis stößt, verständlicherweise. Ich bin noch dazu nachtragend, manchmal aber auch erstaunlich geduldig, häufig aber auch sehr ungeduldig mit anderen.
    Mein Mann z. B. hat eine sehr direkte Art und stößt dabei so manchen vor den Kopf - meine Art ist es dann eher mich schweigend zu ärgern. Ich glaube ich stehe mir oft selbst im Weg.
    Freundschaften gibt es in meinem Leben zu Zeit kaum, was auch daran liegt das ich mit der Mentalität an meinem jetzigen Wohnort nicht viel anfangen kann.
    denn mir ist Ehrlichkeit sehr wichtig.
    Zudem habe ich lieber weniger Freunde, dafür aber welche denen ich wirklich vertrauen kann und denen ich wichtig bin (natürlich auch umgekehrt). Und solche Menschen gibt es nunmal nicht viele.

    Ganz liebe Grüße,
    Tanja

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  3. liebe astrid, schön von dir zu lesen, noch dazu ein post dessen inhalt mich auch sehr viel beschäftigt. mir geht es ähnlich wie tanja von rosenresli. ich bin harmoniesüchtig, ärgere mich im stillen und kann mich da dann ganz schön reinsteigern. manchmal denke ich bin kompliziert, aber ich fürhe 3 sehr sehr schöne freundschaften wo ich dieses problem nicht kenne. eine freundschaft ist teilweise belastend und sehr ambivalent, womit ich schwer zurechtkomme.
    ich mag auch selten neue kontakte, weil mir das zuviel wird. und weil mir macken und fehler schnell auffallen und ich genervt bin. ich finde diskutieren gut, wo aber auch immer die art und der ton die musik macht. diskussionen wo einem wer so richtig über den mund fährt und einem mit seiner meinung mundtot macht, sind nix für mich, da lasse ich es lieber. da sind verschiedene freundinnen wieder toll. ich hab da eine, mit der kann ich herrlich diskutieren, und die ist nicht enttäuscht wenn ich eine meinung habe, die sie nicht vertritt. erst wird heftig diskutiert, dann wird ausgeleuchtet, dann wird wieder gescherzt. menschen sind verschieden, mit jedem meiner freundinnen finde ich etwas anderes was toll ist, was ich liebenswert finde und was ich schätze. aber ich muss mir selber oft noch vorsagen: jeder ist anders. kontakte auslaufen lassen: ich halte es damit schon, was bringen mir ein gespräch oder eine mail... menschen sind ja nicht zum ändern da? alles liebe für dich lg manuela

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  4. Ich stelle dieses Phänomen auch immer wieder fest seit wir hier vor 8 (!!!!!!) Jahren in einen neuen Ort gezogen bin.
    Von NRW nach RLP ..... keine Ahnung ob die Bundesländer da eine Rolle spielen aber es geht mir haargenau so wie rosenresli.
    Freundschaften ? Hier ?
    Leider kaum denkbar. Man kommt sich vor wie ein Alien. Die Cliquen hier sind gefestigt und da kommen keine Fremden rein !!
    Du bist kein Vereinsmeier ? Dann hast du eh schon verloren......

    Ich habe mir mehrfach die Arbeit gemacht eine offen und ehrliche Freundschaftsanzeige in eine Onlineplattform zu setzen um eine neue "beste" Freundin zu suchen.

    Vergiss es........... es ist oberflächlich, es ist von kurzer Dauer, es ist fast unmöglich.
    Hier gibts unglaublich viele "Mauerköppe" am Rhein und in unserem Viertel hier nur Senioren und Pensionäre die sich lieber darauf konzentrieren wie oft du den Rasen mähst oder das Unkraut jähtest als sich überhaupt mal ANSATZWEISE die Zeit zu nehmen "neue" Nachbarn wirklich kennen lernen zu wollen.

    Dann kommt man schnell an den Punkt wo man sich fragt wer ist denn so anders das es nicht klappt ? Dein Umfeld ? Du selber und du merkst es nichtmal mehr ?
    Ich habs aufgegeben. Wir werden hier noch verbleiben bis die Kids flügge sind und selber über ihr Leben entscheiden und dann werden wir uns auf zu anderen Ufern machen, in der Hoffnung es da vielleicht besser anzutreffen.
    Auch mir ist Ehrlichkeit wichtig aber das scheint hier nicht möglich zu sein. Wenn etwas stört oder irgendwas ist hört man es immer von dritten und nie von demjenigen selber.......nö so kann ich auf Dauer nicht.

    Liebe Grüße

    Anja und Anhang

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  5. Ja, meine Liebe, da hast Du wirklich viel nachgedacht und vielleicht denkt man bisweilen zuviel nach, denn nach meiner Erfahrung tun das viele andere nicht. Viele wollen gar keine Ehrlichkeit und wollen auch gar nicht richtig zuhören oder können es nicht, weil sie einfach viel zu oberflächlich sind und viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Das sind Erfahrungen, die ich gemacht habe. Ich habe schon viele "gut gemeinte" Ratschläge von sog. Freunden erhalten, die letztlich nur dem eigenen Zweck dienten wie sich herausstellte und darum gehe ich jetzt meinen Weg und mach' mein Ding, ob's anderen passt oder nicht und so dann und wann stoße ich auf Menschen, die das auch tun und mit denen passt's dann auch. Letztlich kann man sich selbst nicht ändern und das sollte man auch nicht für andere tun, denn das wäre nichts anderes als sich zu verstellen. Mir fällt's auch oft schwer mir auf die Zunge zu beißen und nichts zu sagen, aber glaub' mir, das kommt mit zunehmendem Alter, denn dann stellt man fest, dass das meistens gar nichts bringt. Mit Freundschaften ist das so eine Sache, denn manchmal driften sie einfach so auseinander ohne besonderen Grund. Das Leben ändert sich, Interessen ändern sich und auch so kann manche Freundschaft sich einfach langsam ausschleichen, weil es einfach nicht mehr zusammenpasst oder -geht. Mach' Dir nicht so viele Gedanken, Dir werden noch viele Menschen begegnen und so dann und wann findest Du dann mal unter ihnen einen, der einfach die gleiche Wellenlänge hat. Ich hab' für mich andere schon immer in drei Gruppen unterteilt: die, die mir wichtig sind und die ich mag, die die mir egal sind und die, die ich einfach nicht leiden kann - die mir wichtig sind, um die bemühe ich mich, die die mir egal sind, lass' ich einfach laufen und die, die ich nicht leiden kann, ignorier' ich. Einfach: Leben und leben lassen.
    Und das mit den Türen kenn' ich: Bei mir dauert's lange bis ich eine Tür schließe aber dann isse zu und verriegelt für immer.
    Und merk' Dir eines: Wenn Du darauf wartest, dass Menschen Dich direkt ansprechen bevor sie "hintenherum" über Dich reden... oh je ... Wer ständig über andere spricht, der möchte eigentlich nur von sich ablenken. Das ist psychologischer Selbstschutz denn wenn ich über einen anderen schlecht rede, werte ich mich in diesem Moment selbst auf und das tut doch soooo gut! Mach's einfach nicht und rechtfertige Dich nicht für das, was andere über Dich sagen, ich weiß aus eigener schmerzhafter Erfahrung, dass das gar nix' bringt. Ich hab' auch schon andere darauf angesprochen, wenn sie etwas über mich gesagt hatten und letztlich bekam ich dann nur zu hören, dass das gar nicht wahr wäre oder nicht so gemeint. Ein Gespräch kam selten zustande. Bleib' wie Du bist, mach' Dein Ding und kümmere Dich um Deine kleine Familie und verschwende keine Zeit.
    Ganz liebe Grüße von einer Türen verschließenden, ehrlichen und daher unbeliebten Frau mit gaaanz wenig Freunden

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  6. Hallo Astrid,
    du sprichst mir aus dem Herzen, mir erging es letztes Jahr ähnlich, ich habe zwei meiner besten langjährigen Freundinnen nach langem hin und her abgehakt. Das tat weh, aber ich habe jahrelang immer wieder mein Bestes gegeben, um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Von einer kam nix mehr, der anderen habe ich eine Grenze gesetzt nachdem ich geschnallt hatte, daß ich von ihr ausgenutzt werde und ab da hat sie den Kontakt abreissen lassen - einfach so...
    Du kannst mir glauben, ich habe mir Knoten ins Gehirn überlegt, wieso/weshalb/warum/hab ich´s vermurkst/wir haben doch schon so viel zusammen durchgestanden etc.
    Letztenendes ist mir klar geworden, daß mir diese Beiden nicht mehr guttun, ganz im Gegenteil... und sie nehmen mich nur wahr, wenn ich so bin, wie sie mich haben wollen...
    Aber ich bin nunmal "ich" und das ist das Einzige, was wichtig ist, wenn es um Freundschaft geht. Jemanden so nehmen, wie er/sie ist.
    Ich will zu mir stehen und wer damit nicht oder nicht mehr klar kommt, den lasse ich gehen, auch wenn´s wehtut! Alles andere wäre eine Art von Verstellen oder Verbiegen für andere, nicht meins!
    Sei du selbst, egal was kommt oder wer geht! Da wirst du immer wieder liebe Menschen treffen, die "dich" mögen und nicht eine verbogene passend gemachte Astrid!!!

    Viele liebe Grüsse
    Petra

    PS: klasse Post!!!

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  7. Hallo Astrid,

    je älter man wird, umso mehr Ungerechtigkeiten in Bezug auf Freundschaft werden einem zuteil. Freunde waren früher standfest, zuverlässig und wohlgesonnen - wir waren noch Kinder und es passte eben.

    Doch die Zeit formt den Menschen. Freunde sind - heute selten, dafür überwiegen oftmals die Pseudo - Freunde. Der grösste Teil davon ist leider selbstgefällig, egoistisch, oberflächlich und nutzungsorientiert.

    So habe ich schon viele Türen geschlossen und Adressbücher bereinigt. Mir ist die Energie und Zeit, die ich ansonsten verschwenden würde viel zu kostbar.
    Freundschaften die Zweifel bringen, egal in welche Richtung, sind nicht stimmig und dürfen meiner Meinung nach aufgegeben werden. Das Wie? entscheidet dann die jeweilige Situation. Lautlos, lautstark oder per geschriebenem Wort, je nachdem wie wichtig mir die Freundschaft war.

    Mittlerweile kann ich sehr gut ohne (Pseudo) - Freunde leben. Es bringt Ruhe in mein Leben. Getreu dem Spruch:

    Arm sind nicht die, die wenig Freunde haben, sondern die, die viele Freunde brauchen....

    Liebe Grüsse

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  8. Hallo Astrid,

    ein Freund soll nicht bequem sondern ehrlich sein. Das seh ich so, mit einem richtigen Freund/in soll man über alles reden können, ihm auch alles sagen dürfen, ohne dass derjenige beleidigt oder sauer ist.
    Ich bin auch ein sehr ehrlicher Mensch, sag meistens alles so raus wie ich es grad denke. Da bin ich auch schon oft angeeckt. Die Menschen wollen die Wahrheit gar nicht hören. Ich bin auch kein Theaterspieler (das sag ich oft zu meinem Mann), wenn es mir schlecht geht oder ich wütend bin, dann sieht das jeder bei mir. Ich kann das nicht überspielen, oder gute Miene zum bösen Spiel machen.
    Bei Freundschaften bin ich sehr vorsichtig. Ich hatte einmal im Leben eine Beste Freundin, mit ihr bin ich durch dick und dünn gegangen. Leider ist sie ausgewandert. Danach kamen keine richtigen Freundinnen mehr, das Gefühl war nicht da. Einen richtigen Freund/in zu finden ist für mich ganz schwierig. Es gibt einige Bekannte, aber ein richtiger Freund/in ist nicht dabei. Vielleicht bin ich da einfach zu anspruchsvoll. Ich merk aber gleich von Anfang an ob ich mit ihr/Ihm kann, oder nicht.
    Ich habe in meinem Leben auch schon einige Türen geschlossen, aber auch nicht wieder geöffnet und das ist gut so.
    Ich denke, du solltest so bleiben wie du bist. Du bist die Astrid und du bist so wie du bist. Da werden sich immer wieder Türen öffnen und schließen. Das ist einfach so im Leben. Aber mach dir nicht so viele Gedanken, manchmal lösen sich die Dinge wie von selbst.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag.

    Lg von Annette aus Bayern

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  9. Liebe Astrid,
    Du sprichst mir aus der Seele. Irgendwann habe ich erkannt, dass mein Glück nur perfekt ist, wenn ich eine Freundin habe. Eine die mich so gerne mag wie ich bin und mit mir lacht.
    Erst vor 3 Monaten habe ich meine beste Freundin gehen gelassen. Das tut mir immer noch sehr weh. Aber eines Tages bin ich aufgewacht und habe festgestellt, dass man sich seine Freundin nicht schönreden darf und nüchtern betrachtet war alles nur Fasade.
    Der Wert einer Freundschaft stellt sich dann heraus, wenn man auch in sehr schwierigen Zeiten zueinander hält. Wenn man sich für den anderen aufopfert und bei eigenen Schwierigkeiten und schlimmen Zeiten völlig allein gelassen wird, schmerzt das. Noch dazu bin ich ein nachtragender Mensch. Ich mag nicht diese oberflächliche Art, diese Pseudo-facebook Freundschaften, die Egomanen, bei denen nur Geld und Status zählt.
    Eine ehrliche, herzliche Freundin, die nicht ständig an Geld denkt und alles aufwiegen muss. Ohne Berechnung und Hintergedanken. Ein Puzzleteilchen das gut zu einem passt. Das ist so selten wie ein Sechser im Lotto.

    In meinem Umfeld gibt es ein paar wirklich tolle Frauen, mit denen ich so gerne fester befreundet wäre. Aber alle haben bereits ihre allerbeste Freundin gefunden und der Kontakt beruht leider immer nur auf meinen eigenen Einsatz. Schade, aber so ist das Leben.
    Ich red mir zwar immer ein, dass ich nicht traurig sein brauche, da ich eine tolle Familie habe. Traurig bin ich allerdings dennoch. Zu meinem Glück fehlt sie halt immer noch, die beste Freundin.

    Und Dir wünsche ich sehr, dass Du bald eine Freundin in Deinem Umfeld erkennen kannst oder eine Bekanntschaft vertiefen kannst.

    Liebe Grüße

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